Der Mythos und seine Sprache

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Der Mythos Griechenland über die Jahrhunderte

Der Mythos Griechenland für Reisende bleibt über die Jahrhunderte hinweg gleich. Es ist der Wunsch, die Schauplätze griechischer Geschichte mit den eigenen Augen zu sehen und vor allem, sie mit Andacht zu betrachten. Man sucht die Wurzeln der eigenen, der europäischen Kultur in Griechenland. Griechenland wird immer in Verbindung mit dem glanzvollen Ruhm der Griechen gebracht. Hierbei bezieht sich der Ruhm nicht nur auf kriegerisches Gebiet, sondern auch auf die Bildung und das Künstlerische. Die Reisenden sind bemüht, diesen „Genius“ in jedem Bauwerk wiederzufinden. Gerade die - in den zitierten Reiseberichten verwendete - Ausdrucksweise mit ihren schwelgerischen, schöngefärbten Worten zeugt von einer lebendigen Liebe zum Antiken. Ausdrücke wie: „das wahre Antlitz des ersehnten Guts“; „große Philosophen“; „gewaltige und wunderbare Tempel“; „unübertroffene Vorbilder“; „das heilige Grab edler Tapferkeit“; „göttliche Offenbarung“ und „Urbild des Schönen“ versuchen, mit der hehren Wortgewalt Homers wettzueifern. Denn das Besondere an dem Mythos Griechenland und seiner fortwährenden Anbetung liegt gerade in der unverwechselbaren antiken griechischen Literatur. Es sind die unsterblichen Werke Homers, die schicksalhaften Tragödien von Aischylus, Sophokles und Euripides, die göttlichen Komödien des Aristophanes und die schöpferischen Philosophien von Platon und Aristoteles, die den Mythos über Jahrhunderte hinweg auf seinem Weg begleiten und diesen vor allem in den irisierendsten, glänzendsten Farben ausleuchten. Und so kann mit Gewißheit gesagt werden, daß dieses Fluidum auch in Zeiten des heutigen Massentourismus immer noch einen fruchtbaren Schoß findet, der ihn am Leben hält.

 

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