Winckelmann und Griechenland

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Johann Joachim Winckelmann

In seiner kleinen Schrift „Gedankcken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerey und Bildhauerkunst“, publiziert 1755, formuliert Winckelmann: „Der einzige Weg für uns, groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Winckelmann sieht in der griechischen Kunst „den Anblick menschlich-göttlicher Natur und ihre Schönheit“. Natur und Ideal verschmelzen für ihn in der griechischen Plastik in einer einzigartigen Weise. Diese Ausdruckskraft deutet er als Zeichen einer vorbildlichen griechischen Humanität. Winckelmann sieht in der griechischen Kunst eine Überlegenheit, die er auf „freiheitlich-politische „und „geistige Grundlagen“ zurückführt.

Seit seiner Jugend studiert Winckelmann die griechische Literatur; besucht die Schulen und die Universitäten, „wo er sich den besten erreichbaren griechischen Unterricht erhofft“. Dadurch wird Winckelmann zu einem der versiertesten Kenner griechischer Geschichte und Kultur seiner Zeit. Zu einer Zeit aber, in der die größten und wichtigsten Entdeckungen besonders in der Archäologie noch bevorstehen. So entwickelt er in seiner Schrift „eine Theorie und wendete sie auf ein Material an, das noch gar nicht gefunden worden war, das heißt: er entdeckte die Wissenschaft der Archäologie und erfand zugleich deren Gegenstand, eben die Antike selbst.“ „Unkenntnis und Anbetung“ lassen somit Winckelmann zum Wegbereiter des deutschen Klassizismus werden. Mit dem Ausspruch „eine edle Einfalt und eine stille Größe“ wären den großen Meisterstücken der griechischen Bildhauerwerke zu eigen, wird er zum Initiator „der Idealisierung der antiken Griechen“.

„Der einzige Weg für uns, groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten“. In diesem Ausspruch steckt nicht nur die Verherrlichung der Antike, sondern vielmehr auch die Sehnsucht der Deutschen „groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden“; die Suche nach einer eigenen Identität. Zersplittert in über hundert Territorialstaaten, in denen die französische Lebensart weit über der deutschen stand, sehnten sich die deutschen Dichter und Denker nach einem eigenständigen bedeutenden Wesen. So steht die Neuentdeckung des Griechentums in Analogie zur Herausbildung eines deutschen Nationalbewußtseins.

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